Allgemein · Ans Eingemachte (Rezensionen)

/Ans Eingemachte Spezial, 50 Jahre Carlsen Comics/: Reingeschnuppert in „Marsupilami“

1952 hatte das scheue und sehr seltene Tier aus dem palumbischen Urwald seinen ersten Auftritt im belgischen Comic-Magazin „Spirou“. 1987 erhielt das Marsupilami dann sowohl in Frankreich als auch in Deutschland seine eigene Albenserie. 30 Jahre später springt und schwingt sich der gelb-schwarze Wildfang durch einen der Two-in-One-Bände zum Jubiläum von Carlsen Comics. Hier die letzte von fünf „Schnupperproben“.

CC Jubiläum Marsupilami

Erdacht wurde das Marsupilami von André Franquin, der schon zum Erfolg von „Spirou+Fantasio“ beigetragen hatte sowie der Erfinder des chaotischen Redaktionsassistenten „Gaston“ war.
Mittlerweile steuert der ebenfalls belgische Comickünstler Batem die Zeichnungen zur Serie bei, während die Szenarien von verschiedenen Autoren (im Two-in-One-Band: von Greg) kommen.

Worum geht’s?

Der Jubiläumsband beinhaltet Band 1 und zwei der Serie.
In „Tumult in Palumbien“ ist der Großwildjäger Bring M. Backalive (hübsches Wortspiel!) auf der Suche nach dem Marsupilami und schließt sich mit dem palumbischen Ureinwohner Ermito zusammen, der das Tier ebenfalls fangen will. Da beide zwar einfallsreich, aber weder besonders geschickt noch schlau sind, gehen ihre Pläne gründlich schief. Außerdem will der eine das Marsupilami lebendig fangen und ausstellen, um so zu Ruhm und Ehre zu gelangen, während der andere es einfach essen will. Streit und Chaos sind also programmiert.

In „Panda in Panik“ geht ein chinesischer Panda im palumbischen Urwald verloren. Die Marsupilami-Familie findet ihn und nimmt ihn bei sich auf und versucht, Bambus für ihn aufzutreiben. Den gibt es allerdings nur in einem abgezäunten und bewachten Garten am Rande eines Dorfes. Gleichzeitig sind die chinesischen Betreuer des Pandas auf der Suche nach ihrem Schützling und einige macht- und geldgierige Menschen unterwegs. Es kommt zum großen Durcheinander.

Wie fühlt sich’s an?

Beide Geschichten sind sehr humorvoll, rasant und slapstickhaft. Natürlich weiß man immer, wie das Abenteuer ausgehen wird, aber beim Lesen dieser Comics ist der Weg das Ziel und der recht unschuldige Witz ist sehr unterhaltsam.

Wenn das gänzlich unbedarft dreinschauende Marsupilami einem Angreifer aus dem Nichts mit dem zusammengeknäulten Schwanzende eine Kopfnuss verpasst oder ein abstürzender Pilot sich mit dem Fallschirm so im Baum verfängt, dass sein Hinterteil drei Millimeter über einem Köcher voller Giftpfeile zum Halten kommt, kann ich mir ein Schmunzeln jedenfalls nicht verkneifen.

Auch Batems Zeichenstil macht Spaß und orientiert sich sehr an seinem Vorgänger Franquin – Ihr wisst schon: große Knollennasen, riesige Soundwords, cartoonige Objekte, ein Haufen Speedlines und einfache Hintergründe… 100% funny eben. Ach ja: Die Marsu-Babys sind ausgesprochen niedlich – so ein schwarzes würde ich auch gern mal finden!

Ich gehe aber mal stark davon aus, dass man noch viel mehr an diesen Comics hängt, wenn sie einen durch die Kindheit begleitet habenn oder man sie mit den eigenen Kindern (wieder-)entdeckt. Das trifft auf mich nun (leider) nicht zu.

Reingeschnuppert. Weiterlesen?

Ach ja, das Marsupilami hat mich schon gut unterhalten. Hier haben wir wirklich mal eine Comicserie für die ganze Familie und mit Kindern ist das sicher ein ganz großes Lesevergnügen! So für mich allein brauche ich den wilden, gefleckten Spaßmacher aber eher nicht.

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